Mit 640 oder sogar 1000 PS unter dir ist die Versuchung groß, in Dubai mal richtig Gas zu geben. Doch die Stadt ist bekannt für ein dichtes Netz an Radarkameras und hohe Bußgelder. Wer die Regeln kennt, spart sich Ärger – und bekommt am Ende seine volle Kaution zurück. Hier erfährst du, worauf du achten musst.
Welche Tempolimits gelten in Dubai?
Die Höchstgeschwindigkeiten sind in Dubai klar ausgeschildert, ändern sich aber häufig – manchmal innerhalb weniger Kilometer. Als grobe Orientierung:
- Wohngebiete und Innenstadt: meist 40 bis 60 km/h.
- Hauptstraßen in der Stadt: oft 60 bis 80 km/h, etwa auf der Jumeirah Beach Road.
- Stadtautobahnen wie die Sheikh Zayed Road: häufig 100 bis 120 km/h, je nach Abschnitt.
- Überlandstrecken wie die Emirates Road oder die Sheikh Mohammed Bin Zayed Road: oft 110 bis 120 km/h, in anderen Emiraten teils höher.
Achte immer auf die Schilder – die Limits können sich ändern, und auf manchen Strecken gibt es auch Mindestgeschwindigkeiten auf der linken Spur.
Radarkameras: überall
Dubai setzt auf feste Radarkameras, Abschnittskontrollen, mobile Geräte und intelligente Kameras an Kreuzungen. Viele Kameras erkennen nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Rotlichtverstöße, Handynutzung, fehlende Gurte oder zu dichtes Auffahren. Früher war oft von einer festen Toleranz über dem Limit die Rede; verlass dich darauf nicht. Die Regeln wurden in den vergangenen Jahren angepasst und können je nach Straße unterschiedlich sein. Die sicherste Strategie: das angezeigte Limit einhalten.
Wie hoch sind die Strafen?
Die Bußgelder in den VAE richten sich nach der Schwere des Verstoßes. Leichte Überschreitungen kosten einige hundert AED, starke Überschreitungen können mehrere tausend AED kosten und zusätzlich Punkte sowie eine Beschlagnahmung des Fahrzeugs nach sich ziehen. Besonders teuer sind Rotlichtverstöße, gefährliches Fahren, Rennen auf öffentlichen Straßen und Fahren unter Alkoholeinfluss – bei Letzterem drohen ernste Konsequenzen bis hin zu Haftstrafen. Die genauen Beträge legt die Polizei fest und sie können sich ändern.
Was passiert bei einem Strafzettel im Mietwagen?
Strafzettel werden über das Kennzeichen beim Fahrzeughalter registriert, also beim Vermieter. Bei FiloBlade werden sie – wie die Salik-Maut – von der rückzahlbaren Kaution abgezogen. Deshalb dauert die Rückzahlung 14 bis 21 Tage: Bußgelder tauchen oft erst einige Tage nach dem Verstoß im System auf. Bei schweren Verstößen, die zu einer Beschlagnahmung führen, können zusätzliche Kosten entstehen. Details findest du im Ratgeber zur Kaution.
Weitere häufige Verstöße
- Handy am Steuer: wird streng kontrolliert und mit Bußgeld und Punkten bestraft.
- Zu dichtes Auffahren: Kameras erfassen auch den Abstand zum Vordermann.
- Falschparken: vor allem in Downtown, Marina und JBR – kostenpflichtige Zonen immer bezahlen.
- Lärm: Übermäßiges Aufheulenlassen des Motors kann in Wohngebieten geahndet werden.
- Spurwechsel ohne Blinker und plötzliches Ausscheren.
Wo darfst du schnell fahren?
Auf öffentlichen Straßen gilt immer das angezeigte Limit. Wer die Leistung eines Ferrari SF90 oder McLaren 720S wirklich ausfahren will, sollte einen Trackday auf einer Rennstrecke wie dem Dubai Autodrome oder dem Yas Marina Circuit buchen – mit dem Mietwagen ist das aber nur nach ausdrücklicher Absprache erlaubt. Für schöne, legale Fahrfreude empfehlen wir kurvige Strecken wie den Jebel Jais, die wir im Ratgeber die schönsten Autostrecken der VAE vorstellen.
Unsere Tipps
- Nutze ein Navi mit Tempolimit-Anzeige – viele Apps warnen auch vor Kameras an festen Standorten.
- Bleib in der Stadt im Komfortmodus; der Sportmodus verleitet zu höherem Tempo.
- Fahr auf der Autobahn eher rechts oder in der Mitte und lass Drängler vorbei.
- Kein Alkohol – nicht einmal ein Glas.
Mit diesen Regeln im Kopf wird dein Tag im Lamborghini Huracán oder im Ferrari F8 ein reines Vergnügen. Weitere Grundlagen im Ratgeber zum Autofahren in Dubai als Tourist.